Projekt Lingen

GET H2 Lingen

Sektorkopplung mit grünem Wasserstoff

Vorläufer des Projektes GET H2 Nukleus ist GET H2 Lingen. Im Emsland haben acht GET H2 Partner als erstes Teilprojekt den Aufbau einer lokalen Wasserstoffinfrastruktur geplant, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr und Wärme verbindet.

Das Konzept hat eine Vielzahl an Elementen verknüpft:

  • Strom aus erneuerbaren Energien
  • Zwei Power-to-Gas Anlagen (Elektrolysen) mit bis zu 100 MW
  • bestehende Strom- und Gasinfrastruktur inkl. eines ersten Pipeline-Speichers
  • eine Hochtemperaturwärmepumpe zur Nutzung der Elektrolyseabwärme als Fernwärme
  • eine 60-MW Gasturbine zur Rückverstromung mit 100 Prozent H2
  • die bestehende Flüssigkraftstoffinfrastruktur über ein LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) Speicher- und Transportsystem
  • Wasserstofftankstellen der Stadtwerke Lingen

Das grüne H2 sollte Abnehmern in den Bereichen Verkehr und Transport, Industrie und Energie über die H2-Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Im industriellen Maßstab sollte somit die Technologie, die bislang in vielen kleinen F&E-Anlagen erprobt wurde, in einem ganzheitlichen Ansatz zur Serienreife gebracht werden.

GET H2 Lingen hatte sich beim Ideenwettbewerb Reallabore der Energiewende des Bundeswirtschaftsministeriums beworben. Trotz positiver Rückmeldungen für das Gesamtkonzept konnte das Projekt aber leider aufgrund der notwenigen Investitionssumme im niedrigen dreistelligen Millionenbereich keinen Zuschlag erhalten.