Politik & Recht

Notwendige politische Unterstützung
für grünes H2

Die Markteinführung von grünem H2, der Aufbau einer H2-Infrastruktur, die Realisierung der Vorteile der PtG-Technologie, die Etablierung eines neuen Wirtschaftszweigs – das alles kann die Politik mit der Unterstützung eines umfassenden Maßnahmenbündels möglich machen:

  • Sektorkopplungsgerechte Anpassung des Steuer- und Abgabensystems
  • Erhalt bzw. Ausbau der Anreize für grüne H2-Technologien und deren Nutzung
  • Konsequente Berücksichtigung von H2 in EnWG, Verordnungen und im Gasmarkt-Regelwerk
  • Einführung handelbarer Herkunftsnachweise, die über den Dekarbonisierungsbeitrag des H2 Auskunft geben und auf CO2-Minderungsziele anrechenbar sind – vorzugsweise CertifHy
  • Ergänzung des technischen Regelwerks (DVGW) für reine H2-Infrastruktur
  • Ergänzung des Netzentwicklungsplan Gas für die transparente Entwicklung der H2-Infrastruktur

Studie: Rechtsrahmen H2-Teilnetz

Im Auftrag der Nowega hat das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) eine rechtswissenschaftliche Studie für die Umsetzung eines Nukleus einer bundesweiten, öffentlichen H2-Infrastruktur erstellt. Auslöser für die Studie waren die Einspeisebegehren für regeneratives H2, die ENERTRAG und RWE Generation SE an Nowega gestellt hatten. Grundlage der Einspeisebegehren ist das Konzept für das geplante GET H2 Projekt in Lingen.

Ergebnis der Studie ist, „dass der angedachte Nukleus einer Wasserstoffinfrastruktur im jetzigen Rechtsrahmen zulässig ist“. Der Gesetzgeber müsse jedoch den Rechtsrahmen öffnen und weiterentwickeln, um „die Integration von Wasserstoff in den Gasmarkt zu ermöglichen“. Die Studie stellt Lösungsansätze vor, wie die aktuell bestehenden Hemmnisse überwunden werden können. So konkretisiert sie die oben erwähnte Forderung nach einer Berücksichtigung von H2 im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), in Verordnungen und im Gasmarktregelwerk sowie nach einer konsequenten Umsetzung der notwendigen Schritte.

IKEM-Broschüre H2-Teilnetz;Studie des IKEM zum Download (PDF)

In einem Interview mit dem Branchenmagazin energate erläutert IKEM-Geschäftsführer Simon Schäfer-Stradowsky weitere Aspekte der Studie.