Factsheets
& Studien
H2 Know-how
Der Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft in Deutschland ist ein zentrales wirtschafts- und energiepolitisches Vorhaben. Nur durch fundiertes Wissen und wissenschaftliche Analysen lassen sich Marktbedarfe, Infrastrukturentwicklung und Technologietransfer zuverlässig planen und umsetzen. Hier stellen wir unsere übersichtlichen GET H2 Factsheets, Studien der Initiative und externe Studien zur Verfügung, um bei der erfolgreichen Umsetzung des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland zu unterstützen.
GET H2 Factsheets
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Sicherheit von Wasserstoff
Wie wird ein sicherer Umgang mit Wasserstoff gewährleistet? -
Import von Wasserstoff
Auf welchen Wegen und in welcher Form wird Wasserstoff importiert? -
Nebenprodukte Elektrolyse
Welche Nebenprodukte fallen bei der Elektrolyse an und wie können sie genutzt werden? -
Wasserhaushalt Elektrolyse
Wie viel Wasser benötigen Elektrolyseure, um Wasserstoff herzustellen?
Studien & Papiere
Die Infrastruktur ist ein maßgeblicher Baustein des Wasserstoffhochlaufs. Im Oktober 2024 hat die Bundesnetzagentur den Bau des mit der Bundesregierung abgestimmten deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes genehmigt. Sukzessive entsteht jetzt ein 9.040 Kilometer langes Kernnetz für Wasserstoff. Die ersten 525 Kilometer wurden 2025 durch unter anderem die GET H2 Partner GASCADE, Nowega und OGE bereits in Betriebsbereitschaft versetzt.
Die im FNB Gas organisierten deutschen Fernleitungsnetzbetreiber haben insgesamt eine Infrastruktur entworfen, mit der die maßgeblichen Erzeuger und Importrouten mit großen industriellen Wasserstoffnutzern, Kraftwerken und Kavernenspeichern verbunden werden. Das Netz wird zu rund 60% aus bestehenden Leitungen aufgebaut werden, die auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Wenn es vollständig ausgebaut ist, wird das Netz über Einspeisekapazitäten von 100 GW und Ausspeisekapazitäten von 87 GW verfügen.
Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland ist ins Stocken geraten. Zentral dafür ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit beim Einsatz von grünem Wasserstoff. Viele Projekte verzögern sich oder wurden sogar abgesagt. Die Ziele, die sich dies Bundesregierungen 2020 und 2023 in den Nationalen Wasserstoffstrategien gesetzt haben, drohen, nicht erreicht zu werden. Für die Politik gilt es, schnell zu handeln. Die neues Bundesregierung muss nach der Bundestagswahl 2025 entscheidende Punkte angehen, damit die Potenziale, die der Wasserstoffhochlauf für die deutsche Wirtschaft bietet, noch genutzt werden können.
Die Partner der Initiative GET H2 haben über alle Bereiche der Wasserstoffwirtschaft hinweg neun Punkte identifiziert, an denen die Politik kurzfristig ansetzen kann. Alle Punkte sind mit konkreten Lösungsvorschlägen hinterlegt, um die Blockaden bei Erzeugung und Import, Transport und Speicherung sowie bei der Nachfrage von Wasserstoff zu lösen und die Energieversorgung insbesondere der Industrie mit Hilfe von Wasserstoff zukunftssicher und nachhaltig aufstellen zu können. Diese Lösungsvorschläge erstrecken sich von der Ausschreibung systemdienlicher Elektrolyseure und die Anpassung der Ausschreibungen der European Hydrogen Bank über ein Finanzierungsmodell für Wasserstoffspeicher sowie über das Kernnetz hinausgehende Infrastrukturen bis zur Reformierung der Klimaschutzverträge und der Ausgestaltung der in der RED III vorgesehenen Industriequote.
Welchen Reinheitsgrad hat Wasserstoff, der in einer Elektrolyse erzeugt wird? Wie verändert er sich durch den Transport in Pipelines und die Einlagerung in Kavernenspeichern? Wichtige Fragen für die Anwender, denn Stahlwerk, Tankstelle, Chemiepark und andere unterschiedliche Nutzer von Wasserstoff benötigen unterschiedliche Reinheitsgrade. In einer Studie im Auftrag von GET H2 und dem Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) sind Frontier Economics und DBI Gut diesen Fragen nachgegangen. Die Anfang 2024 veröffentlichte Untersuchung setzt auf der Vorgängerstudie „H2-Rein“ auf, in der die Qualitätsbedarfe der Anwendungsbereiche von Wasserstoff untersucht wurden. Die Ergebnisse der Studie „Interviewbasierte Analyse aktueller Entwicklungen zur Wasserstoffqualität“ zeigen, dass Erzeugungsart, Transport und Speicherung einen nennenswerten Unterschied bei der Reinheit und damit der Qualitätsstufe von Wasserstoff machen können. So wird bei in einer Elektrolyse erzeugtem Wasserstoff von einem höheren Reinheitsgrad ausgegangen als wenn er in Form des Wasserstoffderivates Ammoniak importiert wird. Auch bei dem Transport kann es einen Unterschied ausmachen, ob eine umgestellte Bestandsleitung oder eine neu errichtete Leitung verwendet wird. Bei der Speicherung in bestehenden Kavernenspeichern ist ebenfalls mit einer Veränderung der Reinheit zu rechnen. Alle durch die verschiedenen Wege eingetragenen Verunreinigungen lassen sich grundsätzlich durch eine Aufreinigung wieder aus dem Wasserstoff entfernen, so die Autoren der Studie. Das ist jedoch ein maßgeblicher Kostenfaktor und von weiteren Parametern wie z.B. Flächenverfügbarkeiten oder Genehmigungsnotwendigkeiten abhängig. Ob diese Aufreinigung daher vor der Einspeisung in das Netz oder vor der Ausspeisung individuell durch den Abnehmer stattfindet, ist Bestandteil der weiteren Planung der Wasserstoffinfrastruktur.
Download Studie Download SummaryWasserstoff ist nicht gleich Wasserstoff. Der Reinheitsgrad spielt eine entscheidende Rolle für die Anwendung des klimafreundlichen Energieträgers. Wer braucht welchen Reinheitsgrad in welcher Menge? Das haben DBI GUT und Frontier Economics jetzt in der Kurzstudie „H2-Rein – Wasserstoffqualität in einem gesamtdeutschen Wasserstoffnetz“ im Auftrag der Initiative GET H2 und des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) untersucht. Auf Basis einer Metaanalyse existierender Wasserstoffstudien wurde für verschiedene Anwendungssektoren ein Mengengerüst für das Jahr 2045 definiert. Dabei wurde deutlich, dass neben den thermischen Anwendungsbereichen und der Nutzung in Brennstoffzellen auch ein signifikanter Bedarf an Wasserstoff besteht, der als Rohstoff in Produktionsprozessen in der chemischen Industrie, in Raffinerien und für PtX-Produkte eingesetzt wird. In der Studie wird zudem beschrieben, welche Auswirkungen der Transport von Wasserstoff in umgestellten Erdgasleitungen sowie die Speicherung in Salzkavernen auf die Qualität haben kann. Mit diesen Erkenntnissen gibt die Studie wichtige Hinweise, welche offenen Fragen zum Thema Wasserstoffqualität noch zu klären sind.
Download Studie
Projekte
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Erzeugung300 MW Elektrolyse (GET H2 Nukleus)
RWE
Das Projekt GET H2 Nukleus umfasst die Errichtung einer Elektrolyseanlage am Standort des Gaskraftwerks Emsland in Lingen (Ems), Landkreis Emsland, Niedersachsen. Die Anlage wird in drei Ausbaustufen mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt (MW) errichtet. Das Projektziel ist die großskalige, kommerzielle Erzeugung von grünem Wasserstoff, der an industrielle Abnehmer geliefert wird.
Das Vorhaben wird im Rahmen des IPCEI-Programms Hy2Infra (Important Project of Common European Interest) gefördert. Die Förderung erfolgt durch den Bund und das Land Niedersachsen. Inbetriebnahme der ersten 200 MW ist für 2026 geplant, die Erweiterung auf 300 MW für 2027. Die Anlage erzeugt bei Volllast 5,6 Tonnen grünen Wasserstoff pro Stunde.Erzeugung -
TransportWasserstoff-Trainingsstrecke Werne
OGE
Der Aufbau eines flächendeckenden Wasserstoff-Transportnetzes erfordert neben der technischen Infrastruktur auch einen Wissens- und Kompetenzaufbau bei den technischen Mitarbeitenden. Deshalb hat OGE die H2-Trainingsstrecke in Werne gebaut. Hier kann der Umgang mit dem Molekül unter realen Bedingungen geübt und die betrieblichen Abläufe trainiert werden. In einer 3-tägigen Schulung werden sowohl theoretische, insbesondere aber praktische Inhalte vermittelt. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI) und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) angeboten.Transport -
Anwendung, ErzeugungSALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking)
Salzgitter AG
Die Salzgitter AG stellt am Standort Salzgitter in Niedersachsen die Stahlproduktion auf Wasserstoff um. Das Programm SALCOS® (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) vermeidet die Entstehung von CO₂ direkt im Produktionsprozess. Die erste Ausbaustufe besteht aus einer Direktreduktionsanlage mit 2 Millionen Tonnen Jahreskapazität, einem Elektrolichtbogenofen und einer 100-MW-Elektrolyseanlage zur Wasserstofferzeugung auf dem Werksgelände.
Das IPCEI-Projekt wird mit rund einer Milliarde Euro durch den Bund und das Land Niedersachsen gefördert. Der Produktionsstart ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Im ersten Schritt wird rund ein Drittel der Produktion auf das wasserstoffbasierte Verfahren umgestellt. Die vollständige Transformation bis Mitte der 2030er Jahre soll die CO₂-Emissionen um über 95 Prozent reduzieren.Anwendung, Erzeugung -
TransportH2-Leitung Legden-Marl-Scholven
SYNEQT (Evonik)
Das Pipelinesystem von SYNEQT verbindet den Chemiepark Marl und die Raffinerie Scholven in Nordrhein-Westfalen mit dem Wasserstoffkernnetz. Die Gesamtstrecke umfasst mehr als 50 Kilometer betriebsbereite Pipeline, davon wurden 41 Kilometer einer bestehenden Erdgasleitung auf Wasserstoff umgestellt und 13 Kilometer neu gebaut. Ergänzend wurden neue Abschnitte errichtet, darunter eine drei Kilometer lange Pipeline durch den Chemiepark Marl sowie eine zehn Kilometer lange Verbindung nach Gelsenkirchen-Scholven zur Raffinerie. Das System ermöglicht den Transport von maximal 50.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr und bringt klimaneutralen Wasserstoff direkt zu industriellen Abnehmern. Das Projekt ist Bestandteil der Initiative GET H2 Nukleus und wurde von SYNEQT gemeinsam mit Partnern aus der Wasserstoff-Wertschöpfungskette realisiert. Ziel ist die Verbindung der klimaneutralen Erzeugung von grünem Wasserstoff in Norddeutschland mit industriellen Abnehmern in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. SYNEQT schloss die Arbeiten an der Pipeline-Gesamtstrecke von Legden über Marl bis Gelsenkirchen-Scholven in knapp zwei Jahren intensiver Projektarbeit ab. Dabei wurden sechs Stationen im Rahmen der Umstellung einbezogen. Die Pipeline stärkt die Rolle des Chemieparks Marl als Wasserstoff-Knotenpunkt.Transport -
TransportFlow-making hydrogen happen Stufe 1
GASCADE
Im Dezember 2025 wurden 400 Kilometer Wasserstoff-Pipeline in Betrieb genommen. Dafür wurden bestehende Leitungen mit Wasserstoff befüllt. Die Strecke verläuft von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bis Bobbau in Sachsen-Anhalt.Transport -
TransportUmstellung Leitungen 40b, 43 und 60
Nowega
Die Leitungen 40b, 43 und 60 verbinden den Raum Lingen im Landkreis Emsland mit Bad Bentheim im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen und bilden einen wichtigen Abschnitt des entstehenden Wasserstoffnetzes GET H2 NETZ. Die drei Leitungsabschnitte umfassen insgesamt rund 51 Kilometer: Leitung 40b erstreckt sich über 22 Kilometer von der Station Messingen südöstlich von Lingen über den Netzknotenpunkt Schepsdorf bis zur Station Frenswegen nordwestlich von Nordhorn, Leitung 43 verläuft über 11 Kilometer von der Station Schepsdorf bis zur Station Holthausen II mit Anbindung zur bp Lingen, und Leitung 60 führt über 18 Kilometer von der Station Frenswegen bis zur Station Bentheim. Die Leitungen operieren mit einem Betriebsdruck von 70 bar. Die umgestellten Erdgasleitungen dienen dem Transport von grünem Wasserstoff aus Lingen, wo Wasserstoff aus Windstrom erzeugt werden soll, zu industriellen Abnehmern im nördlichen Ruhrgebiet. Das Projekt wurde von der Nowega GmbH umgesetzt und ist Teil des Projekts GET H2 Nukleus, das im Verbund mit den Partnern OGE, RWE und Evonik realisiert wird. Das Projekt wird im Rahmen des IPCEI-Programms gefördert. Die Leitungen 40b und 60 sind seit der erfolgreichen Umstellung betriebsbereit und transportieren Wasserstoff.Transport
300 MW Elektrolyse (GET H2 Nukleus)
Das Projekt GET H2 Nukleus umfasst die Errichtung einer Elektrolyseanlage am Standort des Gaskraftwerks Emsland in Lingen (Ems), Landkreis Emsland, Niedersachsen. Die Anlage wird in drei Ausbaustufen mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt (MW) errichtet. Das Projektziel ist die großskalige, kommerzielle Erzeugung von grünem Wasserstoff, der an industrielle Abnehmer geliefert wird.
Das Vorhaben wird im Rahmen des IPCEI-Programms Hy2Infra (Important Project of Common European Interest) gefördert. Die Förderung erfolgt durch den Bund und das Land Niedersachsen. Inbetriebnahme der ersten 200 MW ist für 2026 geplant, die Erweiterung auf 300 MW für 2027. Die Anlage erzeugt bei Volllast 5,6 Tonnen grünen Wasserstoff pro Stunde.
Wasserstoff-Trainingsstrecke Werne
Der Aufbau eines flächendeckenden Wasserstoff-Transportnetzes erfordert neben der technischen Infrastruktur auch einen Wissens- und Kompetenzaufbau bei den technischen Mitarbeitenden. Deshalb hat OGE die H2-Trainingsstrecke in Werne gebaut. Hier kann der Umgang mit dem Molekül unter realen Bedingungen geübt und die betrieblichen Abläufe trainiert werden. In einer 3-tägigen Schulung werden sowohl theoretische, insbesondere aber praktische Inhalte vermittelt. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. (GWI) und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) angeboten.
SALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking)
Die Salzgitter AG stellt am Standort Salzgitter in Niedersachsen die Stahlproduktion auf Wasserstoff um. Das Programm SALCOS® (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) vermeidet die Entstehung von CO₂ direkt im Produktionsprozess. Die erste Ausbaustufe besteht aus einer Direktreduktionsanlage mit 2 Millionen Tonnen Jahreskapazität, einem Elektrolichtbogenofen und einer 100-MW-Elektrolyseanlage zur Wasserstofferzeugung auf dem Werksgelände.
Das IPCEI-Projekt wird mit rund einer Milliarde Euro durch den Bund und das Land Niedersachsen gefördert. Der Produktionsstart ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Im ersten Schritt wird rund ein Drittel der Produktion auf das wasserstoffbasierte Verfahren umgestellt. Die vollständige Transformation bis Mitte der 2030er Jahre soll die CO₂-Emissionen um über 95 Prozent reduzieren.
H2-Leitung Legden-Marl-Scholven
Das Pipelinesystem von SYNEQT verbindet den Chemiepark Marl und die Raffinerie Scholven in Nordrhein-Westfalen mit dem Wasserstoffkernnetz. Die Gesamtstrecke umfasst mehr als 50 Kilometer betriebsbereite Pipeline, davon wurden 41 Kilometer einer bestehenden Erdgasleitung auf Wasserstoff umgestellt und 13 Kilometer neu gebaut. Ergänzend wurden neue Abschnitte errichtet, darunter eine drei Kilometer lange Pipeline durch den Chemiepark Marl sowie eine zehn Kilometer lange Verbindung nach Gelsenkirchen-Scholven zur Raffinerie. Das System ermöglicht den Transport von maximal 50.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr und bringt klimaneutralen Wasserstoff direkt zu industriellen Abnehmern. Das Projekt ist Bestandteil der Initiative GET H2 Nukleus und wurde von SYNEQT gemeinsam mit Partnern aus der Wasserstoff-Wertschöpfungskette realisiert. Ziel ist die Verbindung der klimaneutralen Erzeugung von grünem Wasserstoff in Norddeutschland mit industriellen Abnehmern in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. SYNEQT schloss die Arbeiten an der Pipeline-Gesamtstrecke von Legden über Marl bis Gelsenkirchen-Scholven in knapp zwei Jahren intensiver Projektarbeit ab. Dabei wurden sechs Stationen im Rahmen der Umstellung einbezogen. Die Pipeline stärkt die Rolle des Chemieparks Marl als Wasserstoff-Knotenpunkt.
Flow-making hydrogen happen Stufe 1
Im Dezember 2025 wurden 400 Kilometer Wasserstoff-Pipeline in Betrieb genommen. Dafür wurden bestehende Leitungen mit Wasserstoff befüllt. Die Strecke verläuft von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bis Bobbau in Sachsen-Anhalt.
Umstellung Leitungen 40b, 43 und 60
Die Leitungen 40b, 43 und 60 verbinden den Raum Lingen im Landkreis Emsland mit Bad Bentheim im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen und bilden einen wichtigen Abschnitt des entstehenden Wasserstoffnetzes GET H2 NETZ. Die drei Leitungsabschnitte umfassen insgesamt rund 51 Kilometer: Leitung 40b erstreckt sich über 22 Kilometer von der Station Messingen südöstlich von Lingen über den Netzknotenpunkt Schepsdorf bis zur Station Frenswegen nordwestlich von Nordhorn, Leitung 43 verläuft über 11 Kilometer von der Station Schepsdorf bis zur Station Holthausen II mit Anbindung zur bp Lingen, und Leitung 60 führt über 18 Kilometer von der Station Frenswegen bis zur Station Bentheim. Die Leitungen operieren mit einem Betriebsdruck von 70 bar. Die umgestellten Erdgasleitungen dienen dem Transport von grünem Wasserstoff aus Lingen, wo Wasserstoff aus Windstrom erzeugt werden soll, zu industriellen Abnehmern im nördlichen Ruhrgebiet. Das Projekt wurde von der Nowega GmbH umgesetzt und ist Teil des Projekts GET H2 Nukleus, das im Verbund mit den Partnern OGE, RWE und Evonik realisiert wird. Das Projekt wird im Rahmen des IPCEI-Programms gefördert. Die Leitungen 40b und 60 sind seit der erfolgreichen Umstellung betriebsbereit und transportieren Wasserstoff.